Theater kann ÜBERALL sein

Zuhause ist nicht unbedingt ein bestimmter Ort, sondern vielmehr ein Gefühl. Dies zeigten rund 30 Studierende der Universität des Saarlandes am Freitag, den 26.02.2016, bei einer Theateraufführung für Schülerinnen und Schüler der Grundschule Weyersberg in Saarbrücken-Burbach. Titel des Stücks: Zuhause kann ÜBERALL sein.

Unter der Leitung der Dozentinnen Eva Biard, Ursula Schwarz-Lang, Claudia Silberberg  und Jennifer Joschko entwickelten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Seminars „Ästhetische Dimensionen des Lernens in der Primarstufe“ innerhalb des Grundschullehramtsstudiums an der Saaruni ein Theaterstück zum Thema „Zuhause“. Dabei lag alles vom Schreiben des Drehbuches, über die Ausgestaltung der musikalischen Begleitung, das Austüfteln von Tänzen und Mitmachangeboten für die Kinder im Zuschauerraum und natürlich zahlreichen gemeinsamen Proben in den Händen der Studierenden. Die Doppel-Aufführung des Stücks vor allen dritten Klassen am Freitag war der Höhepunkt und zugleich Ausklang des inspirierenden Projektes.

Thema des Stückes ist die Flucht des Geschwisterpaares Sara und Dede und ihrer Familie aus ihrem Heimatland und die Suche nach einem neuen Zuhause, das - wie sich am Ende herausstellt - überall sein kann. Auf ihrer Reise begegnet die Familie Kindern aus anderen Ländern. Die unterschiedlichen Kulturen wurden dabei nur durch Farben und Musik angedeutet um eine Stereotypisierung zu vermeiden. Sara und ihr Bruder Dede tanzen, singen und spielen gemeinsam mit den Kindern der anderen Länder und finden in jedem Land neue Freunde. Die jungen Zuschauer durften dabei mitmachen, was ihnen sichtlich Freude bereitete.

Beide Aufführungen wurden von den insgesamt ca. 130 Kindern gut angenommen. Denn Zuhause- und Willkommen-Sein wird an der Grundschule Weyersberg großgeschrieben: Hier gibt es viele Kinder mit ganz unterschiedlichen Wurzeln und Kulturen, die ausnahmslos alle, egal wie lange sie an der Schule bleiben, auch wenn es nur zwei Wochen auf der Durchreise sind,  willkommen sind; so die Direktorin Julia Beer. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich daher sichtbar gut mit dem Inhalt des Stückes identifizieren und tanzten, sangen und klatschten begeistert mit. Auf die Frage, was ihm am besten gefallen habe, antwortet der kleine Nana, der im Theaterstück sogar seinen Namensvetter gefunden hat, mit leuchtenden Augen „Alles!“

 

von Jenny Nobilia und Marlit Reitz

 

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